Mayday 2011 - "Twenty Young" 

Nachgefragt Mayday 2011 - "Twenty Young"  
„Twenty Young“, so lautete das Motto des 20 jährigen Mayday-Jubiläums in den Dortmunder Westfalenhallen. Die Freunde der elektronischen Musik liesen sich dieses Event natürlich nicht entgehen, somit wurde auch der bisherige Rekord von rund 27.000 Besuchern gebrochen. Highlight der Veranstaltung war der „Twenty Young Dome“, in dem die Mitbegründer der Mayday, wie Marusha, Westbam, Ilsa Gold und co. , ihre vergangenen Live-Sets ihrer vorigen Maydays wieder zum Vorschein brachten.

20 Jahre Mayday – Geschichte und Hintergrund

DT64, der erste Radiosender der Technomusik ausstrahlte, steht im Jahr 1991 vor dem aus. Um diesen zu retten, wurde eine Solidaritätsparty mit dem Hilferuf „Mayday Mayday“ in die Wege geleitet. Die Veranstalter zu dem Zeitpunkt waren das Label Low Spirit, mit den Hauptgründern William Röttger, Westbam, Klaus Jankuhn sowie vom Radiosender DT64 DjaneMarusha und die Szenezeitung Frontpage. Zusammen organisierten sie die erste Mayday im Dezember 1991 in der Weißensee-Halle Berlin. Vorerst wurde für den Radiosender DT64 zwar eine Überlebenshilfe geschaffen, jedoch bekam der Sender Konkurrenz von einem anderen Jugendradio, wodurch DT64 abgelöst wurde und letztendlich zu Grunde ging.
Was sich jedoch aus der ersten Mayday entwickelte, hatte damals noch keiner erwartet. Die Nachfrage nach einer zweiten Mayday war so groß, sodass die Veranstalter direkt mit der Planung der nächsten Mayday für das Jahr 1992 anfingen. Hierzu wurden der Mayday erstmalig eine Hymne und auch eine Compilation gewidmet. Es war auch die erste Mayday am 30. April, denn bis zum Jahr 1996 gab es zwei Maydays in Deutschland, nämlich eine Winter-Mayday und eine am 30. April. Die Winter-Mayday wurde klassischer weise in Berlin abgehalten, außer einer Ausnahme, da sie ein einziges mal in Frankfurt am Main stattfand. Die Mayday vom 30. April durchwanderte im Laufe ihrer Anfangsjahre einmal die Stadt Köln, seit dem Jahr 1993 ist sie aber bis heute fest in der Westfalenhalle Dortmund geblieben.
Doch warum ausgerechnet Dortmund? Ganz einfach, die Platzkapazitäten sowie die Sicherheitsvorkehrungen in der Westfalenhalle waren damals und heute noch mit am besten, außerdem konnte sich die Mayday generell durch die hohe Verfügung an Platzkapazitäten mit weiteren Floors ausweiten, wie auch in diesem Jahr mit dem „Twenty Young Dome“.

5 Floors, Premiere des „Twenty Young Dome“

Die „Arena” ist wohl immer noch der Größte Bereich auf der Mayday. Ausgezeichnet ist sie vor allem durch die aufwendige und großzügige Licht- und Tontechnik. Wer schon mal auf der Mayday war, weiß, dass man sich die Lichtshow in der Arena nicht entgehen lassen darf.


Auch die Tribünen in der Arena kommen einem da manchmal sehr gelegen, denn hat man lange genug getanzt und benötigt mal eine kleine Pause, so ist es immer wieder ein Erlebnis sich die Musik und vor allem die Lichtshow von oben aus in Ruhe anzusehen.
Außerdem treten in der Arena immer die „Members of Mayday“ auf. Hierfür werden gezielt Besucher aus der Menge ausgesucht, welche dann mit etlichen anderen Ravern zu der Hymne der Mayday auf der Bühne der Arena tanzen dürfen. Dazu gibt es dann als Spektakel ein kleines Indoorfeuerwerk sowie eine kleine Feuershow.

Im „Mixery-Casino“ finden sich die Freunde der House-Musik wieder. Verwöhnt wurden sie in diesem Jahr vor allem wieder mit House-Sets von Dominik Eulberg, Dabruck& Klein sowie Tom Novy und einigen mehr. House ist zwar nicht der ganz große Renner, jedoch war es der erste elektronische Musikstil und war somit die Grundlage des Technos. Seit dem Jahr 2007 wird der Mayday daher das Mixery-Casino gewidmet, wo man in gemütlicher und clubbiger Atmosphäre abfeiern kann.

Die klassischen Fans des Technos sind weitestgehend im „Empire“ anzutreffen. Wer sich mit Techno-Pur verwöhnen lassen möchte, ist im Empire genau richtig. Angefangen mit oftmals noch nicht so schnellem Beat wird es immer schneller, sodass ab einer gewissen Uhrzeit fast nur noch Hardtechno gespielt wird. Von den Räumlichkeiten und der verwendeten Technik grenzt das Empire schon fast an die Größe der Arena, aber auch nur fast, denn der Ruf der Arena soll so schnell nicht abgelöst werden. Doch das Empire ist und bleibt ein reiner Technofloor und begeistert auch immer wieder mit Stars wie Sven Väth und DJ Rush.

Sven Väth im Empire
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