Tierquälerei 

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Autor Tierquälerei
gelöschter
Benutzer
von am 21.08.2005 um 19:16 Uhr:
nachfolgenden Text habe ich gefunden

Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden. Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in mittleren Jahren erwartet - auch mit Stammbaum. Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen! Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.

Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten Wie konntest Du nur? .Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, Interesse an mir hätte und mich retten könnte. Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten gegen das vergnügte Um- Aufmerksamkeit- Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete. Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und trottete hinter ihr her, den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger Raum.

Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäß war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte. Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte Wie konntest Du nur? Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb Es tut mir ja so leid. Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort.

Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen geben, dass mein Wie konntest Du nur? nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde immer an Dich denken und auf Dich warten. Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.
gelöschter
Benutzer
von am 21.08.2005 um 19:24 Uhr:
ja das ist hart.. so tiere tun mir voll leid. ich versteh nicht wie leute wegen irgendeinem umzug ihre tiere weg geben können. ich hab selber katzen und könnte die nie mehr her geben. die gehören einfach zu uns. und so leute die ihr tier dann weg geben sind herzlos und haben bei dem kauf des tieres nicht nachgedacht
gelöschter
Benutzer
von am 21.08.2005 um 19:26 Uhr:
oh mann, sowas finde ich soooo schrecklich, unbeschreiblich...
vor allem wenn ich dabei an mein baby denke...also ich könnte sowas absolut niemals tun, und menschen die das können, verstehe ich überhaupt nicht... :toctoc:
gelöschter
Benutzer
von am 22.08.2005 um 12:17 Uhr:
ich find das auch abartig!
wir würden unseren hund niemals weggeben, ganz egal was passieren würde...
der gehört einfach zur familie. basta!
ich kann das auch überhaupt nicht nachvollziehen!
digi



40 Jahre
männlich
von digi am 22.08.2005 um 14:33 Uhr:
es kann sich keiner vorstellen. aber manchmal gibt es bei manchen personen sehr große notsituationen wo es nicht anderst geht. sonst hätten wir ja auch z.B. nicht so viele ausgesetze babys in der "babyklappe" oder wie sich des nennt

es tut mir halt total für die tiere leid :-/
gelöschter
Benutzer
von am 22.08.2005 um 15:32 Uhr:
naja... aber es sitzen mehr tiere im tierheim als es diese absoluten notsituationen gibt.
man findet normalerweise einen besseren weg, als das tier ins tierheim abzuschieben.
solche menschen sind für mich einfach nicht in der lage, emotionale beziehungen aufzubauen. auch wenn es "nur" um tiere geht -.-
Tante Anni



35 Jahre
weiblich
von Tante Anni am 22.08.2005 um 20:32 Uhr:
ich habe einen hund, eine katze und ein pferd, und die würde ich niemals wegen einem umzug oder so etwas ins tierheim abschieben....
ich würde versuchen sie in jeder situation bei mir zu halten, es gibt bestimmt situationen in denen man sein tier abgeben muss, aber dann würde ich was besseres als das tierheim finden!!!!
Lordares



44 Jahre
männlich
von Lordares am 22.08.2005 um 20:59 Uhr:
optimistisch, aber unrealistisch.
Hubbinator



40 Jahre
männlich
von Hubbinator am 22.08.2005 um 21:05 Uhr:
mir sind beim lesen ohne scheiss fast die tränen gekommen, weil ich mir irgendwie vorgetsellt habe das das mein hund sei der da eingeschläfert wurde... das hat dann wieder erinnerungen geweckt wie unser hund vor ein paar jahren eingeschläfert wurde wegen einem lungentumor... das war krass hart... ich war trauriger als wie mein opa gestorben ist!!! ich war fertig mit der welt!!!

ich bin mit hunden und katzen aufgewachsen, mein ganzes leben hatte ich diese lieben tiere in meiner umgebung und könnte mir ein leben ohne gar net vorstellen, auch wenn sie manchmal nerven...

so menschen sind für mich unverständlich die ihre tiere so dem schicksal überlassen
gelöschter
Benutzer
von am 22.08.2005 um 22:18 Uhr:
wieso unrealistisch lordares?
wenn man sich ein tier anschafft, dann übernimmt man eine gewisse verantwortung und es kann einfach nicht sein, dass man es beim nächstbesten grund einfach ins tierheim abschiebt!
tiere bekommen viel mehr mit, als sich viele menschen vorstellen können und deshalb finde ich so ein verhalten dem tier gegenüber einfach undankbar und grausam.
viele menschen verdienen es einfach nicht, ein tier besitzen zu dürfen!
gelöschter
Benutzer
von am 22.08.2005 um 22:21 Uhr:
@ Halwa :top:
Tante Anni



35 Jahre
weiblich
von Tante Anni am 22.08.2005 um 22:44 Uhr:
@ lordares
wieso denn bitte unrealistisch?? weil mit der zeit lernt man ein tier lieben, un will nicht mehr ohne es leben!!un wieso is es dann unrealistisch alles dafür zu tun das es bei einem bleibt?? -.-
schmuseknutsch



35 Jahre
weiblich
von schmuseknutsch am 23.08.2005 um 12:15 Uhr:
sau hart der text. mir sind voll die tränen gekommen. ;.(
@lordares versteh ich nicht warum unrealistisch?
ich habe zwar keine tiere, aber ich weiß wie es ist wenn man seine tiere die man wirklich ins herz geschlossen hat verliert.
bervor ich ein tier ins tierheim bringe würde ich versuchen es bei ner freundin oda so unter zubringen, aba nie im leben ins tierheim.
meine schwester hat nen hasen und den will sie auch nicht mehr haben und anstatt das sie ihn ins tierheim bringt versucht sie meine eltern zu überreden damit ich den bekomm.
ich versteh nicht wie man so etwas einem tier antun kann. ;-(
gelöschter
Benutzer
von am 23.08.2005 um 12:16 Uhr:
er meinte damit, dass es unrealistisch ist eine andere Einrichtung zu finden als ein Tierheim - jedenfalls auf die Schnelle.
Und damit hat er recht.
Lordares



44 Jahre
männlich
von Lordares am 23.08.2005 um 18:47 Uhr:
Eben.
Ihr zieht um. Schlimm genug für die Tiere. Eine Katze die 10 Jahre lang bei euch im Garten und in den Nachbargärten rumgestreunt ist, wird in einer neuen Umgebung Amok laufen.
Was ist wenn ihr von einer Gegend wo zB die Katze immer draußen war in eine Wohnung irgendwo in der Stadt zieht und sie nicht mehr raus kann? Sie läuft Amok. Und wenn sie mal abhaut ist sie tot. Ist das gut?

Was macht ihr mit nem Pferd? Das kostet jeden Monat ZIEMLICH viel Geld. Ihr müsst extra fahren, Pferdeanhänger, etc.
Was wenn in der neuen Stadt keinerlei Bauernhöfe o.Ä. in der Nähe sind?
Wenn Mama euch dann jedes Mal ne Stunde und ~20km zum Pferd fahren muss und das vllt 4-5 mal pro Woche ...

Und so gesehen ist das Tierheim die schnellste und immer noch -tierfreundlichste- Lösung.

Das meinte ich mit unrealistisch.
gelöschter
Benutzer
von am 23.08.2005 um 18:52 Uhr:
also wenn ich umziehen würde, und wir einen hund hätten so wie das in der geschichte beschrieben ist würden ich eine wohnung suchen wo ein hund erlaubt ist. fertig.. bei katzen ist das halt schwieriger weil die haben ihr revier..

aber ich könnte mich nit von meinem tier trennen.. aber wenn jemand stirbt und es keine möglichkeit für das tier gibt irgendwo unterzukommen dann ist das tierheim natürlich die beste variante als das tier einfach seinem schicksal zu überlassen
Tante Anni



35 Jahre
weiblich
von Tante Anni am 23.08.2005 um 22:21 Uhr:
warst du schon mal in nem tierheim??
ich finde es gut das es so einrichtungen gibt, aber wenn die katze bei ihren vertrauten menschen amok läuft, dann wird sie im tierheim erst recht amok laufen, oder??

okay, bei einem pferd geb ich dir recht das es bei einem umzug ziemlich schwierig ist...

verstehst du was ich meine?? es ist meiner meinung nach nicht in ordnung ein tier weg zu gebn!!

Lordares



44 Jahre
männlich
von Lordares am 23.08.2005 um 23:16 Uhr:
klar. wer sich irgendein tier anschafft sollte sich auch drum kümmern können. aber man kommt trotzdem um einrichtungen wie tierheime nicht drumherum!
Flo1985



40 Jahre
männlich
von Flo1985 am 25.08.2005 um 03:39 Uhr:
da gibt es viel schlimmere sachen , wie z.B Katzen die ein Asiate in Gläsern aufwachsen läst, das ist sehr modern in Asien. den Link erspaar ich euch.
gelöschter
Benutzer
von am 25.08.2005 um 03:50 Uhr:
wenn du ein tier weggeben muss, muss es nicht immer tierheim sein...manchmal findet man nette menschen die das tier dann aufnehmen und sich drum kümmern...
aber leider ist es dann doch meistens das tierheim.... :(
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